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HYPNOSYSTEMIK und hypnosystemische Veranstaltungen

 

Um das Jahr 1980 herum begründete Dr. Gunther Schmidt einen Ansatz für Therapie, Beratung, Coaching, Organisationsentwicklung…, den er „hypnosystemischnannte. Dabei stand einerseits sein Background als Systemiker Pate: Als Mitglied der Heidelberger Gruppe* um Helm Stierlin trug er, vor allem zusammen mit Fritz B. Simon und Gunthard Weber, seit Mitte der 70er Jahre in hohem Maße dazu bei, die systemische (Familien-)Therapie* im deutschsprachigen Raum zu etablieren.

Die Hypnotherapie* Milton H. Ericksons*, den Gunther Schmidt 1979 persönlich erlebte, ist die zweite Quelle des hypnosystemischen Ansatzes. Milton Erickson* gilt als der bedeutendste Pionier der modernen Hypnotherapie* und gab darüber hinaus wesentliche Impulse für die Entstehung und Entwicklung der systemischen (Familien-)Therapie*. Ferner sind ohne Ericksons prägenden Einfluß Verfahren und Konzepte wie die lösungsorientierte Therapie und Beratung, strategische Therapieansätze, die Provokative Therapie, die Theorie U und das NLP kaum denkbar. Hypnotherapie bedeutet kurz und einfach gesagt, auf unwillkürliche, überwiegend unbewußte Prozesse unter Nutzung von Imaginationen zu fokussieren.

 

Dieser HYPNOSYSTEMISCHE ANSATZ ist der zentrale fachliche Bezug für die Arbeit unserer Praxis. Daher stellen wir ihn hier etwas näher vor:

Gunther Schmidt* entwickelte aus dem systemischen Ansatz und der Hypnotherapie eine stimmige Synthese von individuums-bezogenem, innerem und konstruktivistischem kontext- und  interaktionsbezogenem Fokus. Ferner integrierte er auch Konzepte, Ideen und Erkenntnisse weiterer verwandter und kompatibler Ansätze wie Autopoesies (Maturana/Varela), Lösungsorientierte Kurzzeittherapie (Steve de Shazer), Embodiment, Priming, Neurobiologie, Gedächtnisvorschung u.v.m.

Hypnosystemik* verbreitet sich seit nun 45 Jahren in ganz unterschiedlichen Anwendungsbereichen und bereichert die Arbeit mit verschiedensten Zielgruppen. Unterstützt wird Gunther Schmidt mittlerweile von einer ganzen Reihe von hypnosystemisch orientierten Trainer:innen, Therapeut:innen, Pädagog:innen und Coaches wie Mechthild Reinhard, Reinhold Bartl, Andreas Kollar, Alexander Herr, Thorsten Franz, Bardia Monschi, Tilman Peschke, Martina Gross, Vera Popper, Katharina Hager, Anna Dollinger, Angela Fuchs, Peter Hain, Janine Mertens, Ursula Bastänier, Roland Kachler, Peter Stimpfle, Till Neunhöffer, Julia Andersch, Oliver Martin, Vera Starker, Jürgen Stock, Christoph Kottmeier u.v.m.

In manchen Kontexten (etwa in Supervisionen, Mediation, beruflichem Coaching oder der Organisationsberatung) werden bei hypnosystemischem Vorgehen in aller Regel keine „klassischen“ Hypnosemethoden (formale Trancinduktionen) angewendet. Auch dort, wo es eher denkbar wäre, geschieht dies selten. Dagegen nutzen Hypnosystemiker:innen vor allem den „wachen“, partnerschaftlichen Dialog mit den Klient:innen auf Augenhöhe. Im Zentrum steht die Würdigung, Nutzung und Beeinflussung unwillkürlichen, teils unbewußten Erlebens (Emotionen, Körpererfahrung, Wahrnehmungen, Gedanken…). Dazu wird zu Unterschiedsbildungen eingeladen, mit den Meta-Zielen der Erweiterung von Wahlmöglichkeiten und der Förderung stimmiger Kooperationen von bewußt willentlichem und unwillkürlichem Erleben und Handeln. Dies geschieht etwa durch Imaginationen, Metaphern, körperliche Wahrnehmung und Bewegung, Utilisieren und achtungsvollem Annehmen allen Erlebens, Reframing, systemische Fragen, Reaktivieren von Mustern des Gelingens…

 

Im Herbst finden in Viersen zwei Veranstaltungen für Menschen, die sich für HYPNOSYSTEMIK interessieren, statt:

  • Am 3. September 2026 veranstalten wir aus Anlass des 5-JÄHRIGEN JUBILÄUMS unserer Praxis den FACHTAG Mit der Angst an der Hand und  der Hoffnung im Rucksack*, zum Umgang mit schweren Krankheiten und existenziellen Krisen, mit den beiden Hypnosystemikerinnen Ursula Bastänier* und Janine Mertens*. Weitere Informationen und Anmeldung: Hier.

  • AussenansichtAm Donnerstag, 12. November 2026, 18-21 Uhrfindet der letzte HYPNOSYSTEMISCHE ABEND in unserer Viersener Praxis  statt. Zu diesem kostenlosen Veranstaltungsformat, das überwiegend Videos von hervorragenden Praktiker:innen, wie Gunther Schmidt, Mechthild Reinhard, Reinhold Bartl, Martina Gross u.v.a. präsentiert und für Menschen gedacht ist, die sich beruflich für HYPNOSYSTEMIK interessieren, haben wir seit Juli 2025 immer wieder eingeladen. Leider jedoch war in den letzten Monaten die Frequentierung gering – so dass wir diese Reihe nun beenden. Dies ist daher die letzte Gelegenheit zum Kennenlernen von und Austausch über hypnosystemisches Arbeiten in diesem Rahmen! Wenn Sie teilnehmen möchten, senden Sie bitte eine E-Mail an: info@psychosoziale-praxis.com

 

Hinweisen möchten wir auch auf das neue Format „OPEN HOUSE“ – SUPERVISION NACH BEDARF IN EINER KLEINEN GRUPPE*, das ab dem 13. Oktober 2026 jeden zweiten Montag eines Monats in unserer Viersener Praxis stattfinden wird: Hypnosystemische Supervision, die ganz flexibel genutzt werden kann. Weitere Infos: Hier.

 

Noch ein letzter TIPP: Im Podcast „Hotel Matze“ hat Gunther Schmidt im Februar diesen Jahres seine Hypnosystemik sehr allgemeinverständlich und praktisch-konkret vorgestellt. Ein guter Start für die Beschäftigung mit diesem Ansatz!

Hier der Link zur Audioversion: HOTEL MATZE MIT DR. GUNTHER SCHMIDT (Audio).

Und hier geht es zur Videoversion auf YouTube: HOTEL MATZE MIT DR. GUNTHER SCHMIDT (Video).

 

Ich freue mich in jedem Fall über Ihre Rückmeldungen und Ihr Interesse an der Hypnosystemik – auch wenn die Termine bzw. die Veranstaltungsformate vielleicht für Sie nicht passend sein sollten. Nehmen Sie unbedingt gerne Kontakt mit mir auf. 

 

Ihr 

Norbert Bläsing

 

 

Übrigens: Wir beide, Hilde Rong und Norbert Bläsing, sind Netzwerkpartner/in von SysTelios Transfer*, Transfer-Netzwerk des sysTelios Gesundheitszentrums Siedelsbrunn, dem Träger der SysTelios Klinik, begründet von Gunther Schmidt und Mechthild Reinhard.

 

* Viele farbige Stellen (auch Bilder und Logos) im Text sind verlinkt mit passenden Quellen im Internet.